Wo waren die guten Menschen?

Ich verüble ja niemandem, der direkt oder indirekt Opfer eines Amoklaufes wurde den Ruf nach Aufklärung und Abstellen der Ursachen. Der Schmerz, einen Menschen durch die sinnlose Tat eines anderen Menschen zu verlieren ist unfassbar schwer.

Wer aber hat Kerzen aufgestellt, nach schärferen Verkehrskontrollen und Führerscheinverbot für Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 5km/h geschrien, Lobbygruppen gegründet, Politiker in Bewegung gesetzt und nach dem Warum gefragt, als meine Mutter vor 15 Jahren von einem Idioten bei einem Unfall getötet wurde?

Glatte Fahrbahn. 50 erlaubt, 90 gefahren, 20 maximal denkbar. Der Mann hat sich dabei noch selbst getötet, fast seine eigene 14jährige Tochter und meinen Vater dazu. Beide überlebten mit Glück. Glück? Von einem Unfall mag ich gar nicht reden. Das war bewußt in Kauf genommenes Risiko für Leib und Leben anderer Menschen.

Kein Politiker hat nach strengeren Kontrollen, härteren Strafen und einem Verbot von Autorennen geschrien. Keine Schweigeminuten, keine öffentliche Empörung über jugendliche Raser, keine Verbot für Tuningmessen und den Genfer Autosalon.

Denn mit diesem Risiko müssen wir leben, wenn wir unsere Mobilität nicht einbüßen wollen; Irre, die Gaspedal mit Genital verwechseln, wird es immer geben. Dass es, so lange es Menschen und ihre Probleme gibt, nach außen gerichtete Selbstmorde, “Amokläufe” und andere schlimme Taten geben wird ist eine grausame Tatsache. Abwenden lässt sie sich nicht. Schon gar nicht mit reaktionären Verboten gegen Spiele und Spielveranstaltungen, mit Zensur und der öffentlichen Kriminalisierung harmloser Spieler.

Unfälle und Amokläufe werden verhindert, zumindest jedoch weitgehend vermieden werden, wenn wir anfangen, unsere Mitmenschen als solche zu behandeln. Und nicht nur als notwendiges Übel oder störenden Faktor.

Wo waren die guten Menschen, als meine Mutter getötet wurde?

Koblenz, Stadt der Stadtteile

Nun ist es also wohl soweit. Ich mag mit meinem Mädchen zusammenziehen und das nicht nur, weil sich damit uU eine Menge Geld sparen lassen kann.

Umziehen, zusammenziehen… Da stellen sich ein paar nahezu essentielle Fragen. Das beginnt damit, welche Möbel der zwei Wohnungen ein Bleiberecht erhalten (“Deinen Esstisch können wir ja verkaufen”), über die Größe der neuen Wohnung (“Ein Arbeitszimmer wäre schon gut”) bis hin zur Frage, wie der Ablauf zu sein hat, denn auch das Timing will gut sein. Erste Wohnung kündigen, in die verbliebene ziehen, um von dort aus in die neue zu ziehen. Die Bleiberechtmöbel der ersten Wohnung wollen gelagert werden und zwischendrin immer wieder Wohnungssuche.

Und über allem die erste, entscheidende Frage, an der sich die Gemüter reiben: Wohin denn nun?

Innenstadt? Geht gar nicht mit einer Sechsjährigen, schließlich mag man die Kleine ja auch mal draußen spielen lassen, ohne alle Minute mit einem Unfall zu rechnen. Außenstadtteile? Sicher, aber dann vielleicht doch nicht zu weit draußen, Kesselheim geht gar nicht. Karthause? Per Pedes nicht so gut erschließbar. Rübenach? Vielleicht einen Tick zu weit draußen, aber im Hinterkopf behalten (“Weil da gibt”s Gärten”). Horchheim? Naja, ist doch zu weit ab. Pfaffendorf? Besser, aber he! ich bin Horchheimer! Wie wäre es mit Metternich? Da wohnt sowieso der halbe Freundeskreis. Ist aber schwierig wg. der Uni und teuer!

So geht”s dann weiter mit jedem Stadtteil. Aber keine Diskussion ist so nervig, als dass man nicht ein Thema daraus machen könnte. Deshalb startet hier mein externer Monolog zum Thema Koblenzer Stadtteile, zum Thema Koblenz, der Stadt, die mehr Stadtteile als Stadt hat. Es geht um Wohnqualität, Mietpreise, Umgebung, Nachbarn. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich im Extrem subjektiv bin, immer bemüht, auch andere Standpunkte einzuschließen. Lassen wir uns überraschen :-)

Beginnen möchte ich mit dem Stadtteil, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, gleichzeitig der südlichste Stadtteil auf der rechten Rheinseite, mit Horchheim (ohne Horchheimer Höhe, die kommt noch)

I. Horchheim

Horchheim, mein Heimatkaff. Hier wurde ich 1972 geboren, hier wuchs ich auf, bis ich 1994 das erste Mal das Dorf verlies und in die Stadt zog. Dorf? Ja, keiner hier käme auf die Idee, “Stadtteil” zu sagen oder irgendetwas anderes. Ich schätze, das gilt für alle Koblenzer Stadtteile mit Geschichte.

Horchheim wurde 1937 nach Koblenz eingemeindet. Das dürfte auch heute noch für den einen oder anderen Horchheimer ein Trauma sein. Hin und wieder habe ich das Gefühl, man hätte auch mit Lahnstein als “Hauptstadt” kein Problem, aber da kann ich mich auch irren.

Aber ich schweife ab. Horchheim ist der südlichste aller rechtsrheinischen Stadtteile und bildet damit die Grenze zur Nachbargemeinde Lahnstein. In Horchheim selbst leben knapp über 3000 Menschen, hinzu kommt die Horchheimer Höhe mit noch einmal gut 1500 Menschen.

Horchheim war ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Weinbau, später Obstbau waren Lebenserwerb. Viel davon sieht man nicht mehr, außer man macht sich die Mühe, die Architektur mit dem rechten Blick zu betrachten. Allerorten umgebaute Scheunen und Höfe und auch der eine oder andere Straßenname weist auf die Ursprünge im Weinbau hin.

Wie wohl die meisten Dörfer verfügt Horchheim über zwei Achsen, einmal in Nord-Südrichtung die Emser Straße, die bereits an der Pfaffendorfer Brücke und erst an der Grenze zu Lahnstein endet. Sie ist damit wohl eine der längsten Wege im Koblenzer Straßennetz, die sich durch reines Wohngebiet zieht. Die Terassenlage der rechten Rheinseite ist hier deutlich zu erkennen und zieht klare Trennlinien durch das Dorf, die sich auch in den Lebensgemeinschaften und Nachbarschaften wiedergibt. Dass sich mit dem Höhenniveau auch das intellektuelle Niveau der Einwohner hebt ist hingegen ein Gerücht.

Weiter geht”s morgen, wenn ich Zeit und Lust habe :-)


Quellen:

Eigene Erinnerungen und sogenanntes Allgemeinwissen, das hoffentlich ausreichend korrekt ist.
Artikel Horchheim in der Wikipedia

Die Bank, dein Helfer und Retter…

Beim Spiegel lese ich eben dies:

“Die Banken selbst sollen jetzt die Rolle des Krisenmanagers übernehmen: Im Kampf gegen die drohende Kreditklemme verspricht Deutsche-Bank-Chef Ackermann einen Mittelstand-Fonds. Beim Konjunkturgipfel im Kanzleramt bekam er für den Plan breite Zustimmung – denn Steuergelder werden dafür keine fließen…”

(Quelle)

Ich fasse die spannenden Wörter zusammen:

“Die Banken sollen” und “übernehmen”
“verspricht [...] Ackermann”
“Steuergelder [...] keine fließen”

So. Wer jetzt noch nicht lacht, dem ist nicht mehr zu helfen.

ACHTUNG! NICHT TANZEN!

Hallo Freunde,

hab das hier wohl ein wenig vernachlässigt. Bundestagswahl, Reizdarm, neuer Job im Alten und so weiter…

Wie auch immer, am 1.11. ist nicht nur Sonntag, sondern auch arbeitgeberfreundlicher Feiertag, namentlich Allerheiligen.

An Allerheiligen wird aller Heiligen gedacht, auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden, sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott.(Wikipedia)

Gut, es geht also darum, dass vor allem – aber nicht nur! – Katholiken ihre Heiligen feiern. Und deshalb dürft Ihr am 1.11. von 4 Uhr am frühen Morgen (also rechtzeitig raus aus der Disse) bis zum darauf folgenden Tag um 0 Uhr nicht tanzen.

Aber nicht nur das! Von 13 bis 20 Uhr dürft Ihr Euch auch nicht versammeln und Veranstaltungen gehen auch nicht. Interessant finde ich, dass Sportveranstaltungen an Allerheiligen wiederum erlaubt sind. Da wird wohl der DFB seine Finger im Spiel gehabt haben ;-)

Die Details könnt Ihr dem wenig feierlichen Landesgesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage entnehmen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, wer denn da so heilig ist, dass ich nicht tanzen darf und meine Versammlungsfreiheit eingeschränkt wird:

- Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás, Gründer des Opus Dei
- Das Gegenstück zum fliegenden Spagettimonster, Pater Pio
- Giovanni da Capistrano, weithin berühmter Wanderprediger, Heerführer, Inquisitor und Judenverfolger und nicht ganz so freundlicher Bekehrer
- Den vermutlich nicht existenten Juan Diego, der seinen Kopf wohl für politische Zwecke hinhalten muss.
- und wenn alles gut geht, vielleicht auch demnächst einen Polizistenmörder wie Jacques Fesch
- und fürchterlich viele, die hier keinen Platz mehr finden.

Schaut doch mal selbst nach und sucht Euch vielleicht Euren ganz persönlichen Heiligen raus, den Ihr fortan jedesmal an den Nichttanztagen feiert. So aus ganz persönlicher Verachtung heraus.

Und wegen dieser Figuren dürft Ihr nicht tanzen…

Ich mache mir die Welt, wie’s mir gefällt.

Da stolpere ich doch eben über einen Wahlwerbespot der CDU.
Überschrieben mit

Die ersten Wahlspots im Internetfernsehen: “Zukunft”

findet sich dieser Spot bei Youtube:

Es geht um eine junge Frau, vermutlich eben dem Abitur entstiegen und nun Studentin und so auf dem Wege von zu Hause, wo auch immer das sein mag, in die Universität. So klinken wir uns ein und begleiten die junge Dame.

Irgendwie (entschuldigt, das konnte ich mir jetzt irgendwie nicht verkneifen), habe ich das Gefühl, nicht ganz wach zu sein. Die Welt ist gelb. Extrem gelb, unnatürlich, wie von extrem künstlicher Beleuchtung erfüllt. Und genau das ist es. Wir befinden uns in der U-Bahn, in die unsere junge Begleiterin, nach zehn Minuten Fußweg einsteigt:

00:04

Ich stehe jeden Tag kurz nach halb acht auf.
Von zu Hause brauche ich vielleicht zehn Minuten zur U-Bahn und dann vielleicht nochmal eine halbe Stunde zur Uni.

Wir hätten also die ersten Informationen über sie: Frühaufsteherin und vermutlich wohnt sie noch zu Hause, oder doch zumindest weiter außerhalb, der Weg zur Uni kostet sie jeden Tag mindestens vierzig Minuten ihrer wertvollen Zeit, mit Rückweg also bereits fast eineinhalb Stunden. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Auf die Uhr wird nicht geschaut, denn:

00:11

In der Bahn bereite ich mich immer schon ein bißchen vor.
Uni ist heute eben nicht mehr 30 Semester und dann mal schauen.

Und wer sich nicht in der Bahn vorbereitet, der braucht eben 30 Semester. Aber nur ein bißchen reicht. Vielleicht, irgendwie. So sind sie, die Leistungsträger von morgen: ein bißchen mehr anstrengen, dann wird das schon!
Und was war das früher ein Lotterleben als Student! 30 Semester Party, dann mal schauen. So wie diese Latzhosenträger bei den GRÜNEN! Wobei… tragen die heute sowas noch? Vielleicht?

00:18

Die meisten wollen schon was werden und haben klare Vorstellungen.

Aber nur die meisten. Die wenigeren Studenten haben irgendwie keine klaren Vorstellungen, irgendwie. Die wollen arbeitslos sein und faulenzen. Vielleicht.

00:22

Naja, und die Krise beschäftigt mich auch, irgendwie.
Ich hatte noch nie Angst vor der Zukunft.
Aber jetzt ist das irgendwie anders.

Aber nur irgendwie. Es ist alles so… diffus. Aber vielleicht liegt”s auch daran, dass die junge Dame vor dem Abitur nur Mamma, Papa und die katholische Jugend Kleinlützlershausen im Kopf hatte? Aber das ist ja jetzt irgendwie anders.

00:31

Ich erwarte von einer Regierung, dass sie den Menschen Sicherheit gibt.
Dass man merkt, dass die sich aufreiben.
Dass die sich richtig reinhängen.

Weil mindestens die Terroristen vor der Haustür stehen und weil selbst ein Turbostudium diese junge Dame nicht davor retten wird, arbeitslos zu sein. Aber nun bitte sollen die Damen und Herren ein wenig Reibung verursachen. Wenn auch nur Aufreibung. Ich bin ja nun froh, dass meine junge Begleiterin fordert, dass “die sich richtig reinhängen” und nicht von “dass die hängen” redet, so sehr wallt nun das Blut der wohl eben Erwachten. Aufreiben, reinhängen. Wie Angela Merkel. Irgendwie, vielleicht.

00:39

Ich bin Realistin.
Ich erwarte jetzt keine Wunder.
Aber ich will auch nicht veräppelt werden.

Wir wollen”s ja auch mal nicht übertreiben, gelle? Denn, naja, reinhängen, aufreiben reicht. Ergebnisse darf niemand erwarten, fragt mal den Münte, der kennt sich aus damit. Auch wenn der eigentlich von den anderen ist. Vielleicht, irgendwie so. Aber verarscht die junge Dame auch nicht! Die merkt das! Spätestens nach dem achten Kaffee oder so irgendwie.

00:45

Ich finde, es müsste wieder stärker um die Menschen gehen, die sich anstrengen.
Die lernen, “ne Ausbildung machen oder jeden Tag arbeiten gehen.
Die Steuern zahlen und sich an die Regeln halten.
So”n Otto Normal eben.

Ich mag für die junge Dame zusammenfassen, was sie so diffus von sich gibt:

1. Wer sich anstrengt, der soll dafür belohnt werden (hatten wir oben schon mal, reinhängen!)
2. Wer lernt oder arbeitet ist: Otto Normal
3. Wer sich an “die Regeln hält” ist: Otto Normal

im Umkehrschluss gilt also:

4. Wer wie ne faule Nuss rumhängt soll bestraft werden.
5. Wer nicht lernt, nicht arbeitet, arbeitslos, vermutlich unschuldig, ist: unnormal
6. Wer der Meinung ist, dass “die Regeln” (sucht Euch welche aus: 10 Gebote/Zugangserschwernissgesetz/SGB/[Die Regeln einer 19 Jährigen nach dem Abitur, zu Hause wohnend, von Eltern bezahlt]) nicht das Ende der Weisheit sind, ist: unnormal

Irgendwie so meint sie das. Vielleicht.

00:58

Ich glaube, wenn wir alle zusammen halten schaffen wir das schon.

Ja, wir alle. Vier alle! “Wer ist denn nun wir?”, möchte ich der jungen Dame entgegenrufen! Wer? Denn von diesem “Wir” redet auch ständig die couragierte Kämpferin wider die Massenvergewaltigungsverhinderungsmaschine (aka Inter… ne, Web!). Sind “Wir” das gleiche wie “Die”, nur anders herum? Ich ahne, ich werde es nie erfahren… Vielleicht…

01:03

Meine Mamma sagt immer, ich bin die geborene Optimistin.

Vielleicht, junge Frau, vielleicht, wenn Du noch ein paar Semester an Dein Turbostudium hängst, vielleicht lernst Du dann sogar, was indirekte Rede ist.

Ich wünsche Dir viel Glück. Irgendwie…

Ja, so ist das. Das Weltbild ist ein einfaches, und wer diesen Spot gemacht hat, der muss unsere Studenten heute für ein verdammt dämliches Volk halten. Ein bißchen was in der U-Bahn, dann bin ich für”n Rest des Lebens in Sicherheit mit meinem Job.

Dieses diffuse Gefasel passt auf alles und nichts. Irgendwie. Vielleicht. Mal sehen, heute so, morgen vielleicht schon nicht mehr. Der Spot ist so anpassungsfähig wie unsere Politiker: “Ich hab” eiserne Grundsätze, und wenn die Ihnen nicht gefallen, hab ich auch noch ein paar andere.”

Ein paar Stichwörter werden wild in die Gegend geworfen, in der Hoffnung, der Zuschauer würde sich den Rest schon dazu denken. Vielleicht, irgendwie eben. Das Stichwort Sicherheit einerseits, frei formbar für jeden Geist, ob nun Sicherheit im Job, vor Terror oder was auch immer: Such”s Dir aus!

“Leistung! Leistung muss sich wieder lohnen!”, höre, rieche, schmecke ich fast heraus. Irgendwie, weil Anfeindungen gegen die “faulen Arbeitslosen” würde sich die CDU ja nun nicht wirklich ausdenken. Besser also, wir definieren was normal ist. Und den Rest? Richtig! Den darf sich jeder selbst denken.

Beschrifte Deinen Politiker selbst! Wir versprechen Dir, was Du Dir wünschst!

Dieser Spot ist inhaltsleer. Vage, diffus, irgendwie. Wie gut, dass wir die Realistin haben, die uns sagt, dass daraus am Ende ja doch nichts wird. Keine Wunder! Wer käme schon auf die Idee, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen? Nicht mal die SPD käme auf solch eine Idee, fragt den Münte!

So bleibt am Ende was übrig? Nichts! Aussagefreie Sätze, beliebige Positionen und Allgemeinplätze und eine Studentin, der ich so wie sie hier dargestellt wird niemals über den Weg laufen möchte. Die macht nämlich mir Angst, irgendwie…

Im echten Leben ist sie bestimmt sehr nett, aufgeschlossen, intelligent und weiß im Gegensatz zu ihrer Rolle, dass Arbeitslose nicht unnormal sind. Oder ist sie etwas auch Studentin an einer Privat-Uni, wie die Studentin, die für die SPD Wahlwerbung betreibt?

Aber die CDU zeigt im “Internetfernsehen”, was sie am besten kann: lauwarme Luft ablassen, farblos herumstehen und wie die Parteivorsitzende Salzsäule simulieren, während Schäuble, vd Leyen und Co. das Land in den Boden rammen.

Noch nie war es so leicht, nicht CDU zu wählen.

Kommunalpiraten

Mit den Kommunalwahlen in NRW zogen nun jeweils in Münster und Aachen je ein Pirat in den Stadtrat.

An vielen Stellen höre und lese ich nun, dass das eigentlich Unsinn sei, schließlich habe die Piratenpartei keine kommunalen Themen, Datenschutz, staatliche Transparenz etc… seien Bundesthemen.

Aber im Gegenteil! Wenn ich daran denke, wie intransparent in Koblenz die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft aussieht, Thema Zentralplatz/Züblin!, dann bin ich der Meinung, dass auch und gerade auf kommunaler Ebene ein dringender Bedarf an Piraten besteht. Ebenso betrifft dies die ARGEn, an denen die Kommunen beteiligt sind. Es gibt eine Menge Themen in den Kommunen, die hier dringender Bearbeitung bedürfen.

Also weiter! Piraten in die Räte!

Mein 40. Geburtstag

Es ist ja noch eine Weile hin, aber man kann ja nicht früh genug anfangen.

Am 5. August 2012 werde ich 40 und ich suche jetzt schon nach einem geeignete Ort, dies zu feiern.
Zu Hause geht gar nicht. Restaurant? Nimmermehr! Grillhütte? Aber welche?

Zum Glück kommt mir… der Zufall zu Hilfe in Form des Kanzleramtes. Dort kann man nämlich Partys feiern!

“Die entstehenden Kosten werden aus den Haushaltsmitteln des Bundeskanzleramtes finanziert, die für derartige Zwecke zur Verfügung stehen”, teilte das Kanzleramt mit. Details zu Teilnehmern und Inhalt derartiger Treffen würden grundsätzlich nicht veröffentlicht. Allein für externes Servicepersonal sind laut dem Fernsehbericht Kosten in Höhe von 2100 Euro angefallen, dazu kämen die Kosten des Abendessens.

Steht im SPIEGEL geschrieben.

Nun habe ich also das Bundeskanzleramt angeschrieben und um eine Terminzusage für den 5.8.2012 gebeten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich eben dem SPIEGEL entnehmen konnte, gibt es im Etat des Bundeskanzleramtes Mittel, mit denen dort Geburtstagsfeiern ausgerichtet werden können.

In drei Jahren feiere ich meinen 40. Geburtstag und derzeit suche ich nach einem geeigneten Ort, um dieses Fest gebührend zu feiern.

Ich rechne mit ungefähr 100 (einhundert Gästen), wobei mich die Erfahrung gelehrt hat, dass meine Familie immer etwas mehr isst und trinkt als der Durchschnitt der bundesrepublikanischen Bevölkerung.

Aber ich möchte mich an dieser Stelle nicht weiter in Details verlieren, so lange ich von Ihnen keine verbindliche Zusage für die Ausrichtung der Feier habe.

Der Termin wäre der 5. August 2012. Dies ist ein Sonntag. Ich hoffe, dass dies kein Problem darstellt. Alternativ könnte ich mir vorstellen, am 4. August 2012 in den Geburtstag reinzufeiern.

Ich hoffe auf eine positive Terminzusage und verbleibe mit freundichen Grüßen,

Christian Bednarek

Ich hoffe, da ist noch was frei. Und bitte: jetzt nicht alle für den 5.8.12 buchen, das ist mir echt wichtig!

Dem Jürgen sei Dank

Ich mag mal dem Jürgen Danke sagen :-)

Mein Sozialkundelehrer, Stammkurs am Gymnasium.

Danke dafür, dass ich im Gegensatz zu unserer Geld-/Politik-/Machtelite Achtung vor dem Grundgesetz und den Leuten habe, die dafür gearbeitet, gekämpft haben.

Ja, das GG mag vielleicht nicht das Bestmögliche sein. Aber es sind Menschen gestorben, um uns die Möglichkeit zu geben, es zu bekommen. Und es gab Menschen und es gibt sie, die genug Arsch in der Hose haben, dafür einzustehen. Punkt.

Von der Lügen und der Pathos

Wir werden eines Tages nicht nur gefragt nach dem, was wir getan haben, sondern auch nach dem, was wir vielleicht nicht getan haben. Wo wir gekniffen haben. Wo wir uns geduckt haben, nur weils anstrengend wird. Hier muss man dann auch Farbe bekennen. Hier muss man dann auch Stürme durchstehen. Antoine de Saint-Exupéry, der Vater oder der Autor des “kleinen Prinzen”, hat es eigentlich wunderschön auf den Punkt gebracht. Er hat gesagt: “Mensch sein heißt verantwortlich sein”. Genau das ist es: Mensch sein heißt verantwortlich sein.

Lest Euch den Rest, wenn Ihr einen guten Magen habt, hier durch.


Und wenn das erste mal ein Systemkritiker zensiert ist, dann werden wir uns in ein paar Wochen fragen: warum haben wir dagegen nichts getan?

Wäre ich nicht so gut erzogen, würde ich der guten Frau sagen, was ich von ihr halte. Ich tue es nicht.