Yeah!

Es ist meines! MEINES! Oder jedenfalls noch, denn an Weihnachten wechselt es den Besitzer.
Die Rede ist vom Filly Traumschloss… Das Ding kostet üblicherweise um die 20€ und ist in Deutschland weitestgehend ausverkauft.

Käufer hingegen gibt es potentiell gefühlte drölfzillionen, sodass die Dinger bei ebay für 80 und mehr Euro über den Tisch gehen. Ich schätze, dass kurz vor dem Fest die Preise dreistellig werden.

Unsere Kleine wünscht sich das Ding natürlich auch und so waren wir einigermaßen elektrisiert, als wir vorgestern im Metro-Prospekt eben jenes Schloss für 20€ sahen. Ab Donnerstag, also heute erhältlich.

Meine Gedanken kreisten bereits um mindestens fünf gekaufte Exemplare und astronomische Gewinne durch verzweifelte Väter und Mütter bei ebay.

In der Spielwarenabteilung aber fand sich nichts dergleichen, als ich dort kurz nach 8 Uhr aufschlug. So fragte ich einen marodierenden Haufen Verkäufer (vier auf einem Haufen!) nach dem Verbleib des Schatzes.

Einer schaute mich verschwörerisch an und sagte “Ja, das kann ich besorgen. Warten Sie mal.”, verschwand daraufhin im Lager und kam mit einem Exemplar zurück. Meine Frage, ob ich nicht ein paar mehr bekommen könnte wurde mit einem Lachen quitiert. Es gäbe sowieso nur noch dieses eine Stück. Und ich solle es um Himmels willen nicht im Wagen alleine rumstehen lassen. “Immer beim Wagen bleiben, nicht aus den Augen lassen, sonst wird Ihnen das noch vor der Kasse geklaut! Die sind wie wahnsinnig mit diesen Teilen.”.

Wäre ich nicht bereits sehr glücklich vergeben, wäre das vermutlich das ultimative Mittel, um gutaussehende, reiche Hausfrauen ins Bett zu bekommen.

Unter starker Bewachung machte ich mich Richtung Kasse, bezahlte den geradezu lächerlich niedrigen Preis und fuhr mit dem Wertobjekt in den Sonnenaufgang…

Wie das Teil aussieht? So:

Wo waren die guten Menschen?

Ich verüble ja niemandem, der direkt oder indirekt Opfer eines Amoklaufes wurde den Ruf nach Aufklärung und Abstellen der Ursachen. Der Schmerz, einen Menschen durch die sinnlose Tat eines anderen Menschen zu verlieren ist unfassbar schwer.

Wer aber hat Kerzen aufgestellt, nach schärferen Verkehrskontrollen und Führerscheinverbot für Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 5km/h geschrien, Lobbygruppen gegründet, Politiker in Bewegung gesetzt und nach dem Warum gefragt, als meine Mutter vor 15 Jahren von einem Idioten bei einem Unfall getötet wurde?

Glatte Fahrbahn. 50 erlaubt, 90 gefahren, 20 maximal denkbar. Der Mann hat sich dabei noch selbst getötet, fast seine eigene 14jährige Tochter und meinen Vater dazu. Beide überlebten mit Glück. Glück? Von einem Unfall mag ich gar nicht reden. Das war bewußt in Kauf genommenes Risiko für Leib und Leben anderer Menschen.

Kein Politiker hat nach strengeren Kontrollen, härteren Strafen und einem Verbot von Autorennen geschrien. Keine Schweigeminuten, keine öffentliche Empörung über jugendliche Raser, keine Verbot für Tuningmessen und den Genfer Autosalon.

Denn mit diesem Risiko müssen wir leben, wenn wir unsere Mobilität nicht einbüßen wollen; Irre, die Gaspedal mit Genital verwechseln, wird es immer geben. Dass es, so lange es Menschen und ihre Probleme gibt, nach außen gerichtete Selbstmorde, “Amokläufe” und andere schlimme Taten geben wird ist eine grausame Tatsache. Abwenden lässt sie sich nicht. Schon gar nicht mit reaktionären Verboten gegen Spiele und Spielveranstaltungen, mit Zensur und der öffentlichen Kriminalisierung harmloser Spieler.

Unfälle und Amokläufe werden verhindert, zumindest jedoch weitgehend vermieden werden, wenn wir anfangen, unsere Mitmenschen als solche zu behandeln. Und nicht nur als notwendiges Übel oder störenden Faktor.

Wo waren die guten Menschen, als meine Mutter getötet wurde?

Es war einmal und ist nicht mehr

Es gab mal eine Zeit, da war ich Mitglied in der SPD. Ich will das nicht schönreden.

Es gibt aber Zeiten, und in der bin ich gerade, da bin ich froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Und einer der Gründe, weshalb das so ist, da hat der Herr Doktor Dieter Wiefelspütz für gesorgt. Eine derart arrogante Erscheinung wäre zu meinen Zeiten aus der Partei getreten worden. Heute geht das durch und ist in Ordnung. Wie schön, dass diese Zeiten vorbei sind.

Sehr schön geschrieben. Danke.

Ich will ‘nen Bus!

Tja, sieht etwas düster aus mit meinem mobilen Leben.

Anstatt mit einem schönen T3 in der Gegend herumzukutschieren, bin ich mittels Kleinwagen eher immobil.
Das Problem ist im Grunde dreifacher Natur:

1. Ein altes, aber in der Anschaffung bezahlbares Gefährt ist im Unterhalt unbezahlbar, auch, weil die Steuern für Dieselfahrzeuge im höheren Alter demnächst kräftig zulangt. Vom Sprit mal ganz zu schweigen…

2. Ein neues, im Unterhalt bezahlbares Gefährt ist in der Anschaffung unbezahlbar

3. Dank Abwrackprämie ist Punkt 1 derzeit eher hinfällig, zumindest was ausbaufähige Leerfahrzeuge angeht

Mannmannmann… das kann doch so schwer nicht sein. Ich brauch doch nicht viel. Nur “nen Büsschen mit Platz für 3 Leute oder sowas. Und Geld ;-)

Ciao…

Das war”s dann wohl.

Der Bus steht in der Werkstatt und generiert gerade eine Rechnung über 500€. Das wird zu viel.
Es war eine geile Zeit, aber irgendwann ist Schluß. Das geht jetzt nicht mehr, hab in den letzten Jahren nicht unbedingt im Lotto gewonnen :-(

Danke, Dicker!

Da geht’s hin!

60 Jahre Grundgesetz: Verfassungsanspruch und Wirklichkeit
Dr. Wolfgang Schäuble MdB
Bundesminister des Innern

ACHTUNG: Diese Veranstaltung findet im AudiMax, Geb. 30.98, Straße am Forum 1, um 17h00 Uhr statt

Da fahr ich hin. Das lasse ich mir nicht entgehen, um dem Mann dabei zuzuhören, wie er die “Grabrede” (fefe, siehe hier) auf das GG hält.

Piraten in Koblenz

Man ahnt es nicht, aber es lohnt sich noch, Leute auf der Straße anzuquatschen ;-)

Am Samstag war ich in Koblenz unterwegs und traf in der Löhrstraße am Brunnen die Leute von der Piratenpartei. Ich habe die Gelegenheit genutzt und für die Europa- bzw. Bundeswahlen unterschrieben.

Bei der Gelegenheit bekam ich dann mit, dass die sich jeden ersten Donnerstag in der Kleinen Freiheit treffen. Also Leute: ab dafür! Nächster Termin ist dann der 5. Februar 2009, 20 Uhr.

Warum eigentlich?

Die Tage hat mich jemand gefragt, weshalb ich dieses Blog führe.
Nunja, eher nicht der Eitelkeit wegen, denn gelesen wird es bekanntlich von eher wenigen Menschen und das auch nur sporadisch.

Ich führe das Ganze aus zwei Gründen: Um meinen eigenen Gedanken beim Schreiben auf die Beine zu helfen. Schreiben hilft bei mir. Der zweite Grund sind ein paar Freunde und Familie, die im Ausland leben und vor allem froh über Infos aus dem lokalen Bereich um Koblenz sind und das hier als Anlaufstelle für das lokale politische Geschehen nutzen. Sicher, es gibt die Seiten der RZ, aber naja… wer liest die schon ;-)

So. Nun wisst Ihr es :-)

Christian