Tja, so war das mal in Deutschland. Zensur fand nicht statt.
Das ist dann wohl vorbei. Und das alles dank der Instrumentalisierung der vorgeblich ahnungslosen
Betroffenheitsmutter der Nation durch eine antidemokratische und antifreiheitliche Bande von Politikern.
Der
CCC hat den
Vertrag veröffentlicht, der zwischen unserem Inlandsgeheimdienst BKA und den ISPs die Sperrung vermeintlicher KiPo-Seiten regeln soll.
Zu dem, was der CCC schreibt bleibt wenig hinzuzufügen. Es macht mich wütend, mitansehen zu müssen, wie offensichtlich hier minderjährige Opfer von Mißbrauch und Gewalt instrumentalisiert werden, um in Zukunft eine Zensurmaschine zur Hand zu haben, um Regimegegner mundtot zu machen.
Wieso instrumentalisiert?
Erstens: Diese Sperren werden nicht ein einziges Kind davor bewahren, solche Scheiße ertragen zu müssen. Diese Listen werden im Gegenteil sogar verhindern, dass Konsumenten von KiPo auffliegen. Denn die sehen ja dann nur die Sperrseite und haben damit einerseits nichts Illegales getan und andererseits wird es einen ernsthaften "Konsumenten" (ekliges Wort) von KiPo davon nicht abhalten, die Seiten dennoch zu sehen. Dafür reicht ein zweistündiger Internetkurs bei der VHS.
Zweitens: Die Listen,
die bereits in Skandinavien "gepflegt" werden enthalten zu einem überwiegenden Teil Server, die nicht in unerreichbaren Ländern stehen (welche das auch immer sein mögen),
sondern hier bei uns. In den USA, in der EU, in Deutschland. Hier werden also Server nicht physisch entfernt und deren Besitzer und Geldmacher, die ganz problemlos erreichbar sind. Die werden schön in Ruhe gelassen. Warum auch sollte man da eingreifen? KiPo lässt sich ja sonst nicht mehr instrumentalisieren...
Oder gibt es noch andere Gründe?