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Polemik

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Jan 5: Koblenz, Stadt der Stadtteile

Nun ist es also wohl soweit. Ich mag mit meinem Mädchen zusammenziehen und das nicht nur, weil sich damit uU eine Menge Geld sparen lassen kann.

Umziehen, zusammenziehen... Da stellen sich ein paar nahezu essentielle Fragen. Das beginnt damit, welche Möbel der zwei Wohnungen ein Bleiberecht erhalten ('Deinen Esstisch können wir ja verkaufen'), über die Größe der neuen Wohnung ('Ein Arbeitszimmer wäre schon gut') bis hin zur Frage, wie der Ablauf zu sein hat, denn auch das Timing will gut sein. Erste Wohnung kündigen, in die verbliebene ziehen, um von dort aus in die neue zu ziehen. Die Bleiberechtmöbel der ersten Wohnung wollen gelagert werden und zwischendrin immer wieder Wohnungssuche.

Und über allem die erste, entscheidende Frage, an der sich die Gemüter reiben: Wohin denn nun?

Innenstadt? Geht gar nicht mit einer Sechsjährigen, schließlich mag man die Kleine ja auch mal draußen spielen lassen, ohne alle Minute mit einem Unfall zu rechnen. Außenstadtteile? Sicher, aber dann vielleicht doch nicht zu weit draußen, Kesselheim geht gar nicht. Karthause? Per Pedes nicht so gut erschließbar. Rübenach? Vielleicht einen Tick zu weit draußen, aber im Hinterkopf behalten ('Weil da gibt's Gärten'). Horchheim? Naja, ist doch zu weit ab. Pfaffendorf? Besser, aber he! ich bin Horchheimer! Wie wäre es mit Metternich? Da wohnt sowieso der halbe Freundeskreis. Ist aber schwierig wg. der Uni und teuer!

So geht's dann weiter mit jedem Stadtteil. Aber keine Diskussion ist so nervig, als dass man nicht ein Thema daraus machen könnte. Deshalb startet hier mein externer Monolog zum Thema Koblenzer Stadtteile, zum Thema Koblenz, der Stadt, die mehr Stadtteile als Stadt hat. Es geht um Wohnqualität, Mietpreise, Umgebung, Nachbarn. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich im Extrem subjektiv bin, immer bemüht, auch andere Standpunkte einzuschließen. Lassen wir uns überraschen :-)

Beginnen möchte ich mit dem Stadtteil, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, gleichzeitig der südlichste Stadtteil auf der rechten Rheinseite, mit Horchheim (ohne Horchheimer Höhe, die kommt noch)

I. Horchheim

Horchheim, mein Heimatkaff. Hier wurde ich 1972 geboren, hier wuchs ich auf, bis ich 1994 das erste Mal das Dorf verlies und in die Stadt zog. Dorf? Ja, keiner hier käme auf die Idee, "Stadtteil" zu sagen oder irgendetwas anderes. Ich schätze, das gilt für alle Koblenzer Stadtteile mit Geschichte.

Horchheim wurde 1937 nach Koblenz eingemeindet. Das dürfte auch heute noch für den einen oder anderen Horchheimer ein Trauma sein. Hin und wieder habe ich das Gefühl, man hätte auch mit Lahnstein als "Hauptstadt" kein Problem, aber da kann ich mich auch irren.

Aber ich schweife ab. Horchheim ist der südlichste aller rechtsrheinischen Stadtteile und bildet damit die Grenze zur Nachbargemeinde Lahnstein. In Horchheim selbst leben knapp über 3000 Menschen, hinzu kommt die Horchheimer Höhe mit noch einmal gut 1500 Menschen.

Horchheim war ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Weinbau, später Obstbau waren Lebenserwerb. Viel davon sieht man nicht mehr, außer man macht sich die Mühe, die Architektur mit dem rechten Blick zu betrachten. Allerorten umgebaute Scheunen und Höfe und auch der eine oder andere Straßenname weist auf die Ursprünge im Weinbau hin.

Wie wohl die meisten Dörfer verfügt Horchheim über zwei Achsen, einmal in Nord-Südrichtung die Emser Straße, die bereits an der Pfaffendorfer Brücke und erst an der Grenze zu Lahnstein endet. Sie ist damit wohl eine der längsten Wege im Koblenzer Straßennetz, die sich durch reines Wohngebiet zieht. Die Terassenlage der rechten Rheinseite ist hier deutlich zu erkennen und zieht klare Trennlinien durch das Dorf, die sich auch in den Lebensgemeinschaften und Nachbarschaften wiedergibt. Dass sich mit dem Höhenniveau auch das intellektuelle Niveau der Einwohner hebt ist hingegen ein Gerücht.

Weiter geht's morgen, wenn ich Zeit und Lust habe :-)


Quellen:

Eigene Erinnerungen und sogenanntes Allgemeinwissen, das hoffentlich ausreichend korrekt ist.
Artikel Horchheim in der Wikipedia
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Aug 7: Wem gehört die Buga 2011?

Dumme Frage eigentlich, oder? Naja, sie gehört schließlich uns allen! Die gut 110*10^6 €, die der Spaß kostet werden schließlich vom Land und der Stadt Koblenz bezahlt, sprich vom Steuerzahler. Wobei ich mich gerne über zusätzliche Sponsoren aufklären lasse.

Dennoch die Frage: Wem gehörts? Das führte mich zu der Frage, wem denn die "Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH" gehört, wer da drin sitzt und wie es um diese bestellt ist.

Eine einfache Suche nach "Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH" im elektronischen Bundesanzeiger hilft da auf die Sprünge:

in 2007 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Schulte-Wissermann, Eberhard, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz
Herker, Heinz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V., Gärtner
Mertz, Jürgen, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V., Gärtnermeister

danach kommen sechs weitere Funktionäre aus dem Bereich Gartenbaulobby, darunter dann 12 Leute, die man aus dem Koblenzer Stadtrat kennt, unter anderem der unvermeidliche Manfred Gniffke. Zum Schluß noch zwei Leute vom Land und das Ganze ist rund. Ein gutes Drittel Lobby also, zwei davon im "oberen Drittel" des Machtgefüges.

Immerhin, der ganze Schmonz hat nur 7000€ gekostet:

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von insgesamt 7.000 Euro.


Finanziell steht die Buga GmbH natürlich gesund da, alles andere wäre auch... überraschend.

Ich finde allerdings darüber hinaus im Moment noch keine Informationen, wie das nach 2007 aussah und aussieht. Wer ist noch drin, wer nicht?

Die Buga GmbH selbst gehört zu zwei Dritteln der Stadt, zu einem Drittel der Lobby:

Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von EUR 25.000 ausgestattet. Die Anteile werden zu 66,6 % von der Stadt Koblenz als Körperschaft des öffentlichen Rechts und zu 33,4 % von dem Zentralverband Gartenbau e.V. gehalten.


Was ich ja persönlich schade finde ist das:

Herr Hanspeter Faas ist ab 15. März 2006 zum Geschäftsführer bestellt worden. Ab 01. Januar 2007 ist er alleiniger Geschäftsführer.
Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB kann auf die Angabe der Vergütung verzichtet werden, wenn nur ein Geschäftsführer bestellt ist.


Aber geht mich ja nichts an, was der Mann verdient, ich bin nur so neugierig...
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Jul 15: Die RZ blogggggt


Ich habe gar keine Kategorie für diese Meldung...

Jedenfalls ist's so, dass nun aus der Redaktion der RZ nicht nur getwittert wird, nein, es darf auch etwas länger als 140 Zeichen sein und so gibt es nun auch ein Blog aus dem Hause RZ.

Darf man gespannt sein?

Achso... das Blog stand schon 'ne Weile mit Dummybeiträgen offen. Das sah nicht so gut aus.

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Jun 17: Alkverbot in Koblenz, Teil 2.

Nun ist das Alkoholverbot ausgesprochen und gültig.

Ein Beitrag, gestern Abend in SWR1 handelte über diese Problematik, allerdings in Freiburg. Ich habe wenig mitbekommen davon, aber ein paar Stichwörter reichen ja, um fündig zu werden: Der AKJ Freiburg wendet sich gegen ein solches Verbot und hat auch eine Schrift verfasst, die sehr lesenswert ist und vermutlich problemlos auf Koblenz übertragen werden kann.

Das Problem ist wie so oft die Verwechslung von Kausalität und Korrelation. Nicht der Alkohol ist der Auslöser des Problems, der Alkoholkonsum ist lediglich eine Begleiterscheinung.

Und so darf man in Koblenz gespannt sein, was passieren wird. Ein besonderes Augenmerk sollten wir auf die Zahlen haben, die dann herhalten müssen.
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Jun 15: Unsere Abgeordneten zum Thema Kinderpornosperrenzensurgedöns

Natürlich haben auch unsere Abgeordneten eine Meinung.

Von Ursula Mogg kommt Folgendes:

Ich stütze mich in meinem Urteil, wie das in der Politik üblich ist, auf die zuständigen Fachkolleginnen und -kollegen. Dem Argument, dass vergleichbare Sperrungen in anderen Ländern Erfolge gezeigt haben, kann ich mich letztlich nicht verschließen. Mir persönlich erscheint der Schaden, der durch einen Verzicht auf die Sperrungen möglicherweise angerichtet würde, weit größer als die möglichen langfristigen Nachteile der Sperrung. Letztere kann man korrigieren. Den Missbrauch eines Kindes aber nicht.


Setzen, Sechs.

Ich habe keine Ahnung, aber Zensur schadet nicht. Danke Frau Mogg, unwählbar.


Kommen wir zum eleganten Herrn Dr. Fuchs, der dieses von sich gibt:

Mir ist aber auch klar, dass das Gesetz kein Allheilmittel ist, um die abscheulichen Machenschaften gänzlich zu unterbinden. Es ist aber immerhin ein wichtiger Schritt der Bundesregierung, unsere Kinder zu schützen und den kinderpornografischen Markt auszutrocknen. Aus diesem Grunde werde ich dem Gesetz zustimmen.
Das Gesetzesvorhaben hat nichts mit Zensur zu tun, wie Sie dies als Befürchtung äußern. Es geht einzig und allein um die aktive Bekämpfung dieser kriminellen Machenschaften und den aktiven Schutz von Kindern. Eine Ausweitung von Kontrollmöglichkeiten, wie Sie dies ansprechen, verbietet sich in unserem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat von selbst.


Ja, da hat jemand nicht aufgepasst, denn die CDU sieht das schon anders:

Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen.


Das hat die CDU verkündet, nachdem die SPD wieder umgefallen ist.

Auch hier, setzen, Sechs, unwählbar.

Zwischendrin übrigens meinen Dank an Winfried Heinkele, der diese Fragen stellte, somit musste ich das nicht mehr tun :-)

Zu guter Letzt Herr Winkler von den Grünen:

Ich werde das Gesetz ablehnen. Ich lehne aber, anders als fast alle Mitglieder meiner Fraktion, Internet-Sperren für Kinderpornographie nicht grundsätzlich ab.
Das Gesetz der Bundesregierung schießt über das definierte Ziel weit hinaus und wirft somit neue Probleme auf, insbesondere die Frage nach der Verhältnismäßigkeit staatlicher Eingriffe.


Na, ich würde sagen, das ist eine Vier minus, gerade noch ausreichend. Ablehnen des Gesetzes ist ja schonmal ein guter Ansatz. Der Rest aber ist eine Hintertür, die mir persönlich nicht im Geringsten gefällt.

Fazit: Ich habe ein Problem. Was zum verdammten Henker soll ich denn nun noch wählen? Gut, es gibt ja noch die Linken und die FDP, die mit ein paar Kandidaten auf der Landesliste an den Start gehen werden. Die Linken fallen für mich weg, aber bei der FDP werde ich mal nachfragen, wie es aussieht. Man darf gespannt sein.



UPDATE:


Rainer Brüderle, Platz 1 der Landesliste hat einen ellenlangen Text geschrieben, im Kern dagegen mit ordentlichen Argumenten. Der Text wird nicht von ihm sein, da wette ich drauf. Aber wenn er sich danach richtet, dann ist's schon was ;-)


UPDATE:

Ja, der Text, den Rainer Brüderle da als Antwort angebracht hat wird in der Tat auch von anderen genutzt:

Dr. Daniel Volk

Hellmut Königshaus

Und dann findet sich der Text auch noch hier. Das ist nun mal nichts Schlechtes an sich, aber hin und wieder würde ich mir wünschen, die Damen und Herren würden sich Ihre eigenen Gedanken und Worte machen...
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Jun 14: Alkoholverbot

Koblenz verbietet das Saufen. Und zwar ab morgen, Montag den 16.6.2009 sowohl auf dem Bahnhofsvorgelände als auch in den Kaiserin-Augusta-Anlagen.

Sinn der Sache dürfte sein, die Punks von diesen Orten zu vertreiben. Ergebnis wird im besten Falle sein, dass sie ein paar Meter weiterziehen und dort weitermachen.

Zwei Fehler sehe ich in dieser Idee:

Die Unterstellung, diese Gruppe versammle sich zum Saufen. Das ist Unsinn. Die sind da, weil sie sonst nichts zu tun haben, weil sie von unserer Leistungsgesellschaft keine Perspektive gezeigt bekommen.

Zweitens: Ich werde in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Vielleicht mag ich ja mal wieder mit meiner Freundin nachts auf den Wiesen der Anlage Sterne gucken und ein Glas Rotwein trinken. Darf ich nicht mehr.

Da ich keinen Sinn in dieser Aktion sehe, werde ich Widerspruch einlegen dagegen. Das ist wohl innerhalb von vier Wochen möglich. Angesichts der offensichtlichen verfassungsrechtlichen Probleme sicherlich auch darüber hinaus, aber man muss ja mit der Bürokratie singen, wenn Sie einen wenigstens anhören soll.

Ich werde berichten.
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Jun 7: Wahlen in Koblenz, Sonntag Abend

33% Beteiligung, über den Daumen gepeilt, dort wo ich wählen durfte. Das ist wenig. Das ist Scheiße, um genau zu sein.
Jammere mir noch irgendwer über den Mist hier in der Stadt, zwei Drittel haben ihr Recht auf Maulen verloren.

Scheiße.

Hier die bisherigen Zahlen des Bundeswahlleiters für die gleichzeitig laufende Europawahlen.
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Jun 7: Wählen gehen!

Leute! Geht verdammt noch mal wählen! Die Wahlbeteiligung ist massiv im Arsch. Bewegt Euch, Demokratie ist ein Privileg, für das man auch mal was tun muss.

Ich weiß, dass die Alternativen übel aussehen. Ich wusste auch nicht 100%ig, was ich wählen soll. Aber besser die Kleinen in Europa gewählt, als gar nicht, das hilft niemandem, bestenfalls den etablierten Parteien.

Arsch hoch!
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Mai 29: Die SPD, die CDU und die Demokratie in Koblenz

Da kochen gerade die Gemüter wegen der Wahlplakate in Koblenz hoch. Das ist normal, das war schon immer so. Vor allem bei Kommunalwahlen, bei der ja nun mehr als gerade zwei Leute gewählt werden, versinkt Koblenz in einem Schilderwald.

Ich hätte damit ja noch wenig Bauchschmerzen, wenn nicht gerade derart penetrant plakatiert würde wie z.B. durch die SPD oberhalb der Uni auf der B416.
In Koblenz redet man da schon von
An jedem Baum ein/eine [beliebiger Name eines Bewerbers]

Von solcherlei zynischem - ja offensichtlich antidemokratischen - Aussagen distanziere ich mich hiermit auf's Schärfste!

Nun ist es so, dass viele Dispute außerhalb des Stadtrates - die dürfen wir ja zu oft leider nicht sehen - in der Leserbriefsparte der Rhein-Zeitung ausgetragen werden. Ich muss gestehen, da habe ich auch schon oft und gerne mitgespielt.

Beim Thema Wahlplakate geht das so:

Bürger meckert -> Politiker schießt zurück -> Bürger ist empört -> Politiker spricht Bürger demokratisches Verständnis ab -> Von vorne beginnen

Heute in der RZ haben sich Herr Wehran (CDU) und Herr Altmaier (SPD) - es wird auf ausgewogene Parteienverhältnisse geachtet! - geäußert.

Der Erste spricht von der Notwendigkeit der Wahlplakate für die Erhaltung der Demokratie, diese müssen "hingenommen werden". Immerhin stellt er damit Wahlplakate und schlechtes Wetter auf eine Stufe. Schöner aber finde ich, wie Herr Wehran eine Kausalität zwischen Wahlplakaten und Wahlbeteiligung aufstellt, wo bestenfalls eine Korrelation zu finden ist:
denn sonst werden schlaue Leserbriefschreiber eine zu geringe Wahlbeteiligung bemängeln und ein Verstecken der Kandidaten


Den Ton, den Herr Wehran beim Leserbriefschreiber Dr. Knebel bemängelt, finde ich in seinem Schreiben übrigens überdeutlich.


Der Zweite im Leserbriefbunde, Herr Altmaier, hingegen mimt den wohlwollenden Erklärbär und rät dem Leser, seinen Kindern von Demokratie zu erzählen, damit diese auch mit 18 zur Wahl gehen können und nicht zwischendurch der böse Klumpfuß die Demokratie abschafft.

Es würde mich schrecklich interessieren, wie Herr Altmaier seinen Kindern erklärt, was die SPD gerade mitträgt zum Thema BKA, KiPo und Gewaltenteilung, und was das alles mit Demokratie zu tun habe. Oder wie er, wo er doch eigentlich nach Berlin wollte, "Koblenz gestaltet". Ich dachte immer, da gehöre das Wort "mitgestaltet" hinein. Aber vermutlich liegt das lange hinter ihm.

Bitte liebe Wahlkreiskonferenz: Wenn er sich das nächste Mal bewirbt, schickt ihn nach Berlin. Der nächste OB wird auch irgendwann in den Ruhestand gehen und dann möchte ich ihn in ausreichender Entfernung wissen.

Nehmen wir, wie es immer war: Es wird geheuchelt, mit Engelszungen gedroht und nachdem die Damen und Herren Wähler ihr Kreuz abgeholt gemacht haben geht es weiter wie bisher.
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Mai 15: Festung Ehrenbreitstein, die BUGA und die Historienspiele

Vielen Koblenzern sind die Historienspiele auf der Festung Ehrenbreitstein, die dort seit 2005 stattfinden bekannt.
Ich selbst bin wohl seit 2006 auf allen gewesen und habe immer viel Spaß gehabt.

Nun hat die BUGA ihr nächstes Opfer gefunden, namentlich das Historienspiel (Danke, BUGA, ich mag dich immer weniger). Das findet 2009 und 2010 nicht statt, was 2011 geschieht sehe ich noch in den Sternen stehen. Die Entscheidung fiel wohl bei den Veranstaltern selbst, die mit den Umbaumaßnahmen argumentieren.

Gut, das könnte ich ja durchaus verstehen. Da ist eine Menge los, Parkplätze sind rar (siehe Mondlandschaft vor der Festung) und dann die Menschenmassen mitten in Baustellen... verstehe ich.

Was ich nicht verstehe, ist, wo der Unterschied zwischen Historienspielen und dem Horizonte sein soll. Da kommen sicher noch mehr Menschen zusammen und per Hubschrauber werden die wohl nicht eingeflogen. Dennoch findet das Horizonte statt. Nicht, dass mich das nicht freut, aber ich wäre doch sehr erfreut, wo der Punkt ist, die Historienspiele abzusagen, Horizonte aber stattfinden zu lassen.

Da die Damen und Herren der Historienspielorga nicht mehr mit Mails zugeschüttet werden wollen, wird mir diese Frage wohl nie beantwortet werden. Oder liest zufällig jemand dieses hier?
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Mai 3: Wahlhelfer!

Nach wie vor werden Wahlhelfer gesucht für die zwei anstehenden Wahltage dieses Jahr.

Wer also nicht nur meckern, sondern auch mal ein klein wenig machen will, der melde sich gefälligst bei der Stadt!

Informationen gibt auch dieser Hinweis der Stadt.
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Apr 21: BUGA 2011, Koblenzer Bäume und Defizite

Eine BUGA, die hat so ihre Regeln...

Ich zitiere aus einem Artikel in der TAZ:

"Das Problem fängt damit an, dass bereits in der Vorbereitung 1.000 bis 2.000 Bäume gefällt wurden", sagt Arndt Müller

Vor Gericht gingen die Naturschützer auch, um den Eingriff in die Natur rund ums Schloss zu verhindern.

Kritisieren, sagt er, sollte man beides. Die Naturschützer sollten nicht jeden Baum zählen. Die Buga hingegen sollte sich mehr an dem ausrichten, was bereits da ist. Das dies so selten geschieht, hat laut Milchert einen einfachen Grund: die Honorarverordnung. "Es lässt sich am meisten verdienen, wenn möglichst viel neu gemacht wird."

Überhaupt, die Kosten. "Das muss man kritisch sehen", sagt Milchert.
Denn auf denen blieben immer die Städte sitzen. 2005 in München waren es 12 Millionen, bei der IGA 2003 in Rostock 20 Millionen. Eine Gewinngarantie hätte dagegen die Gartenlobby, die hinter der Veranstaltung steht. Genauer: der Zentralverband Gartenbau, der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Bund deutscher Baumschulen. "Eine Buga ist erster Linie eine Leistungsschau, die diesen Verbänden dient", sagt Milchert.

Die ausrichtende Kommune kann von einer Gartenschau hingegen nur profitieren, indem sie Standortpolitik betreibt. Das hat bis Anfang der 1980er Jahre öfters geklappt, seitdem aber immer seltener.


Tja, und wer jetzt denkt, dass es sich um die BUGA 2011 in Koblenz dreht, der irrt. Das ist ein Artikel über die BUGA in Schwerin, die übermorgen eröffnet.

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Apr 16: Man sieht, es tut sich was

Die Worte des scheidenden(!) OB zum Thema BUGA:

Man sieht, es tut sich was


Ja, Herr Dr. Schulte-Wissermann, man sieht es. Allüberall fehlen plötzlich Bäume, Parkplätze und Geld. Geld, um die Brunnen, die sich vor den Schuttbergen am Schloss befinden und Anfang der Fünfziger - wohl als Zeichen des Wiederaufbaus - gebaut wurden.

Ich finde diese Brunnen nicht übermäßig schön, für mich waren sie immer eher ein Ausdruck unbeholfener Betonwüsterei. Aber das ist mein persönlicher Geschmack und der wird in Koblenz sowieso allerorten mit Füßen getreten.

Nun gibt's also für jeden Schmonz Geld, aber 150k€ für die Brunnen sind nicht drin. Bringt halt der BUGA nichts, sonst wäre das schon geregelt.

Schulte-Wissermanns Nachfolger tut mir ein klein wenig leid. Er (oder sie?) wird das ausbaden müssen. Ausbaden! Ha...
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Apr 11: Versandfrei ist immer gut





...dann muss man das auch nicht lesen ;-)
Aber ob man mit derart lausiger Rechtschreibung erfolgreich ist?
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Apr 5: Zentralwüste

Wer sich die Zentralgrube anschauen mag, dem sei dieser Link ans Herz gelegt:

http://www.webcam-koblenz.de/

Ohne nun wieder auf's Thema selbst zu kommen (immerhin zerreißt das hier in KO gerade die FDP), schreitet der Effekt voran: der Kiosk unten in der Passage Viktoriastraße/Pfuhlgasse hat dicht gemacht. Blöde ist das auch für mich, denn das war eine meiner Tankstellen für meinen geliebten Old Holborn. Wieder ein Laden weniger, der den hat. Nun gibt's wohl nur noch ein halbes Dutzend in Koblenz. Aber egal, Rauchen ist eh scheiße.

Kommen wir auf die Passage zurück. Da gibt's jetzt noch den Brezelbäcker und das Scheißhaus. Schlechte Kombi eigentlich ;-) aber von dem Zeug (vom Brezelbäcker!) hab ich mich mal ne Weile ernährt ;-)

Ja, also haben wir da demnächst ein Loch, das zugeschüttet werden muss. Was ist eigentlich mit dem Aushub vom Institut? Könnte man das nicht da reinhauen?... Ach ne, war ja verseucht...

Mannmann... diese Grube wird UNS noch eine Menge Nerven und Geld kosten. Zum Kotzen.
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