Wem gehört die Buga 2011?

Dumme Frage eigentlich, oder? Naja, sie gehört schließlich uns allen! Die gut 110*10^6 €, die der Spaß kostet werden schließlich vom Land und der Stadt Koblenz bezahlt, sprich vom Steuerzahler. Wobei ich mich gerne über zusätzliche Sponsoren aufklären lasse.

Dennoch die Frage: Wem gehörts? Das führte mich zu der Frage, wem denn die “Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH” gehört, wer da drin sitzt und wie es um diese bestellt ist.

Eine einfache Suche nach “Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH” im elektronischen Bundesanzeiger hilft da auf die Sprünge:

in 2007 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Schulte-Wissermann, Eberhard, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz
Herker, Heinz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V., Gärtner
Mertz, Jürgen, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V., Gärtnermeister

danach kommen sechs weitere Funktionäre aus dem Bereich Gartenbaulobby, darunter dann 12 Leute, die man aus dem Koblenzer Stadtrat kennt, unter anderem der unvermeidliche Manfred Gniffke. Zum Schluß noch zwei Leute vom Land und das Ganze ist rund. Ein gutes Drittel Lobby also, zwei davon im “oberen Drittel” des Machtgefüges.

Immerhin, der ganze Schmonz hat nur 7000€ gekostet:

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von insgesamt 7.000 Euro.

Finanziell steht die Buga GmbH natürlich gesund da, alles andere wäre auch… überraschend.

Ich finde allerdings darüber hinaus im Moment noch keine Informationen, wie das nach 2007 aussah und aussieht. Wer ist noch drin, wer nicht?

Die Buga GmbH selbst gehört zu zwei Dritteln der Stadt, zu einem Drittel der Lobby:

Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von EUR 25.000 ausgestattet. Die Anteile werden zu 66,6 % von der Stadt Koblenz als Körperschaft des öffentlichen Rechts und zu 33,4 % von dem Zentralverband Gartenbau e.V. gehalten.

Was ich ja persönlich schade finde ist das:

Herr Hanspeter Faas ist ab 15. März 2006 zum Geschäftsführer bestellt worden. Ab 01. Januar 2007 ist er alleiniger Geschäftsführer.
Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB kann auf die Angabe der Vergütung verzichtet werden, wenn nur ein Geschäftsführer bestellt ist.

Aber geht mich ja nichts an, was der Mann verdient, ich bin nur so neugierig…

Zensur durch die Hintertür ins Auge

Dass der Kindle eine perfekte Zensurplatform ist, ist generell nichts Neues. Da gabe es vor geraumer Zeit die Geschichte mit dem Kindle-User, ach, lest selbst nochmal nach.

Nun geht”s in die zweite Runde. Ausgerechnet 1984 und Animal Farm wurden von Amazon aus dem Programm genommen. Und… von den Kindles gelöscht. Ich glaube, ich würde JETZT meinen Kindle verbrennen, hätte ich einen. Hab aber keinen. Und wisst Ihr warum? :-D

Die RZ blogggggt

Ich habe gar keine Kategorie für diese Meldung…

Jedenfalls ist”s so, dass nun aus der Redaktion der RZ nicht nur getwittert wird, nein, es darf auch etwas länger als 140 Zeichen sein und so gibt es nun auch ein Blog aus dem Hause RZ.

Darf man gespannt sein?

Achso… das Blog stand schon “ne Weile mit Dummybeiträgen offen. Das sah nicht so gut aus.

Piratenspot “Klarmachen zum Ändern” und die Stimme…

Einer der Spots für den Piratencontest ist derzeit viel im Umlauf. Zu Recht, wie ich meine, wirklich gut gemacht! Den Spot von Christopher Grabinski gibt”s hier.

Nun kam mir diese Stimme so verdammt bekannt vor. Zunächst verortete ich sie irgendwo in die Richtung Kindheitserlebnisse (3?), aber da ist ja auch der Name angegeben:

Voice-Actor: René Dawn-Claude

Und die Suche ergibt dann: http://www.dawn-claude.de/

Und unter Vita klingelt”s dann :)

Freie Fahrt für freie Bürger!

Mann hat es ja nicht leicht, heute, als Autofahrer. Man wird ja auf Schritt und Tritt, oder besser: auf jedem Meter Radumdrehung beobachtet!

Ich steige morgens in meinen Wagen, will zur Arbeit fahren und muss dafür, wenn ich nicht über die Dörfer fahren möchte über die Autobahn. Spätestens bei der Auffahrt wird dabei mein Kennzeichen gescannt und in einer Datenbank abgelegt, um welche Uhrzeit ich welche Autobahn betreten habe. Gleiches passiert an jeder Raststätte, bei jedem Tankstopp, bei jeder Abfahrt oder einem Wechsel der Autobahn.

Ab hier gilt es erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen: Alle 20 Meter steht eine hochmodernes Gerät, mit dessen Hilfe die Geschwindigkeit jeder einzelnen Fahrspur gemessen wird. Bei einer Übertretung um mehr als 10 km/h wird automatisiert das Kennzeichen gescannt und mit der Datenbank in Flensburg abgeglichen. Eine Überschreitung hat einen Toleranzrahmen von zehn Minuten, man kann sich also nur alle zehn Minuten eine einfangen.

Nach der dritten Überschreitung, im ungünstigsten Falle also nach 30 Minuten “Rasens”, wird eine Meldung an meine KFZ-Versicherung geschickt, die zur Wirkung hat, dass nicht nur mein Versicherungsschutz erlischt. Nein, viel schlimmer, an einen Satellitenempfänger in meinem Wagen wird ein Signal geschickt, das unweigerlich zur Folge hat, dass nach dem nächsten Halt der Wagen nicht mehr anspringen wird. Egal wo es mich nun also zum Stehen bringt, ich würde dort festgenagelt sein. Natürlich zahle ich weiterhin meine Versicherungsprämien bis ich diese kündigen kann und auch die KFZ-Steuer wird weiterhin fällig bis der Wagen abgemeldet ist.

Natürlich gibt es darüber hinaus auch Ärger mit den Behörden, sollte die Geschwindigkeitsübertretung über 20km/h betragen. Alles darunter sind Bagatellfälle, die aber dennoch einen Stillstand zur Folge haben.

Mir ist da mal eine Geschichte passiert… Da hat irgendwer gefälschte Kennzeichen hergestellt, um geklaute Wagen ins Ausland zu verfrachten. Eines davon war mit meinem identisch und weil der mit dem falschen Kennzeichen wohl eher schnell unterwegs war, stand morgens mein Wagen tot in der Einfahrt meines Grundstückes. Erst nach drei Wochen Ärger mit den Behörden, eidesstattlicher Versicherungen meiner Familie, meines Arbeitgebers und natürlich der Überlassung aller Logfiles meines Wagens wurde die Sperre aufgehoben. Die Kosten, die mir in der Zeit entstanden, blieben bei mir hängen. Ich könne ja den Kennzeichenfälscher verklagen. Den sie nie bekommen haben, der war mit 200 Sachen über alle Berge und weilt in einem Land, bei dem die bürokratische Schwelle zu hoch ist, als dass sich das BKA die Mühe macht, mal nachzufragen. Ich glaube, es ist Spanien.

Ja, so ist das heute mit dem Autofahren. Übrigens werden die Überwachungen nächstes Jahr, nach der Bundestagswahl, auch auf die Bundesstraßen ausgeweitet. Die dürfen schließlich kein rechtsfreier Raum bleiben. Allerdings gibt es hier wohl noch Klärungsbedarf über die Finanzierung, der Bund will wohl die Länder in die Pflicht nehmen, die aber bisher ablehnend reagieren, nachdem sie schon die Kosten für die Anlagen auf den größeren Autobahnabschnitten, die durch oder um Städte führen übernehmen mussten.

Man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt. Meiner Meinung nach wird es spätestens 2015 die Anlagen auf jeder zweispurigen Straße geben. Darf ja kein rechtsfreier Raum bleiben…

Twitter von WoW aus? Aber sicher doch :)

Hatte eben eine kurze Unterhaltung über Twitter und WoW…

Oft bin ich unterwegs, während die anderen ihren Spaß haben. Blöde nur, dass man nie weiß, wie es gerade läuft, man möchte glatt mitfiebern.
Was würde da besser sein als ein TwitterGewitter von WoW aus? Eben!

WoW und Twitter gesucht und was kommt? http://www.wowtwitter.com/
Das sieht echt nett aus. Ist aber blöderweise eine interne Geschichte innerhalb von WoW.

Ich will aber raus! Und da kam der Chräcker mit dem Clipboard, der einzigen Verbindung zwischen WoW und der Außenwelt.

Kurz und gut, was braucht”s für die Lösung, die ich mir in 5min gestrickt hab?

1. Windows (*seufz*)
2. tcl
3. twapi (nein, das ist keine Abkürzung für TwitterApi, sondern für tcl windows api)
4. curl für win32
5. diese Zeilen:

set username "yourtwitteraccount"
set password "theincrediblesecretpassword"

proc checktwit {} {

	global username password

	twapi::open_clipboard
	set text [twapi::read_clipboard_text]
	if {[string match "#w *" $text]} {
		set text [string range $text 3 end]
		catch {exec ./curl -u $username:$password -d "status=$text" http://twitter.com/statuses/update.xml}
		twapi::write_clipboard_text ""
		puts "twitted $text"
	} else {
		puts "checked... nothing"
	}
	twapi::close_clipboard
	after 5000 checktwit
}

package require twapi
console show
after 2 checktwit
vwait bla

Zunächst installiert tcl. Danach werft den Inhalt des twapi-Archives in das lib-Verzeichnis der tcl-Installation.
Erstellt Euch irgendwo ein Verzeichnis, in das Ihr die curl.exe aus dem curl-Archiv werft.
Erstellt dort eine Datei für das Script, z.B. wotwit.tcl (.tcl ist wichtig…)
Darein kommen die Zeilen von oben, korrigiert username und password.
Dann startet den Mist, ignoriert die Fenster und habt Spaß!

Innerhalb von wow geht”s nun wie folgt:

1. Texteingabezeile öffnen (Return für gewöhnlich)
2. Text fürs Update auf Twitter mit vorangestelltem “#w ” eintippen (Leerzeichen nach #w beachten!), aber NICHT Return drücken
3. mit STRG+A den Text auswählen
4. mit STRG+C den Text ins Clipboard bringen
5. ESC drücken

nach ein paar Sekunden sollte nun das Script greifen und den Text nach Twitter bringen.

Das war”s schon. Zum Schluß noch ein DISCLAIMER!


ACHTUNG!

Dank Basic Auth ist das Ganze sehr unsicher. Es gibt keine Verschlüsslung auf der Leitung und Username und Passwort liegen ungeschützt im Script rum.
Das hier ist keine sauber Sache, nur eine Idee und bei mir bin ich mal so sicher, dass da nichts passiert. Für Euch kann ich aber nicht mitdenken und deshalb: Don”t use this at home! Oder passt halt auf Euren Kram selbst auf, ich bin jedenfalls für keinen Schaden verantwortlich, den Ihr damit anrichtet :-P